Termin Ort Veranstaltung
Inhalte der aktuellen Ausgabe:
1. Der Kötztinger Pfingstritt
2. Das Pfingstlspiel
3. Internationaler Museumstag
4. Kräuter- und Aromagarten Mooshütte
5. Mit dem Paddelboot auf dem Regen im Bayerischen Wald unterwegs
6. Besuch des Naturhochseilparks im Bayerischen Wald
7. Der Pfingstl ist unterwegs im Bayerischen Wald
8. Chamer Musik Sommer 2008
9. Seminare an der Tourismusakademie
10. Naturführungen
10a. LBV-Zentrum Nößwartling
10b. weitere Naturführungen
11. Kultur-Veranstaltungstipps
11a. „Häuser - Menschen - Geschichte“
11b. Festliche Konzerte im Barocksaal Walderbach: „Abendphantasie“
11c. Historische Stickereien
11d. „Jäger der Eiszeit“ - Eine Zeitreise in das Europa vor 12000 Jahren
11e. „... ist allhier sehr lustige Landschafft“
11f. Liederbühne Robinson - Kleinkunst von Feinsten
11g. Jazz-Live im Schloss Miltach
11h. Christl-Palace Saloon Arnschwang
11i. Volksmusik
11. Veranstaltungskalender
1. Der Kötztinger Pfingstritt - nur für Mannerleut’ im Sattel: Termin: Pfingstmontag, 12. Mai 2008
Der über 590 Jahre alte Kötztinger Pfingstritt gehört zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Bayern und beginnt traditionsgemäß am Pfingstmontag um 8.00 Uhr. Die reine Männerwallfahrt, eine „Eucharistische Prozession zu Pferde“, an der sich alljährlich über 900 Reiter in den überlieferten Trachten und auf prächtig geschmückten Pferden beteiligen, führt zu der sieben Kilometer entfernten Nikolauskirche nach Steinbühl. Der Legende nach hatte ein Geistlicher im Jahre 1412 dorthin einem Sterbenden die Sakramente zu bringen, wobei das Allerheiligste von mutigen Kötztinger Burschen gegen räuberische Übergriffe geschützt wurde. Nach der Pfingstreitermesse in Steinbühl und einer kurzen Rast kehrt die Schar der Wallfahrer zu Pferd wieder nach Bad Kötzting zurück, wo sie in einem Festzug zum Platz vor der Kirche St. Veit geleitet wird. Dort erhält der Pfingstbräutigam aus der Hand des mitreitenden Kaplans (Geistlicher Offiziator) das Tugendkränzchen, langjährige Ritt-Teilnehmer werden mit Fahnen oder Ehrenbändern durch die Stadt ausgezeichnet. Den beiden Burschen- und Brautzügen am Pfingstmontag und -dienstag schließen sich jeweils die festlichen Pfingsthochzeiten an. Ein Pferdemarkt am Pfingstsamstag, die Zugleistungsprüfung für Haflinger- und Kaltblutpferde am Pfingstsonntag und ein vielseitiges Kultur- und Volksfestprogramm umrahmen die Festtage.
2. Das Pfingstlspiel - Altes Brauchtum nach Karl B. Krämer in einer Neufassung von Johannes Reitmeier
Uraltes Volksbrauchtum als expressives Straßentheater, das ist der Charakter des "Pfingstl-Spiels". Zentrale Figur des Stückes ist die ursprünglich heidnische Gestalt des "Pfingstl", der in seinem grünen Grassetgewand aus jungen Fichtenzweigen und mit dem Rindenkobel Kopf Fruchtbarkeit und Wachstum symbolisiert. Bevor er jedoch und mit ihm das Frühjahr Einzug halten kann, müssen erst der Winter und seine Geister vertrieben werden. Diese furchterregend maskierten Gesellen treten unter großem Lärm und mit skurrilen Bewegungen auf. Sie erschrecken die Menschen, die sich zusammenschließen, um mit Feuer und Geschrei die "kalte Brut" zu verjagen. Endlich ist die Zeit gekommen, mit dem Tanz um den "Pfingstl" den Einzug des Frühjahrs fröhlich zu feiern.
Straßentheater ab 21.00 Uhr auf dem Bad Kötztinger Rathausplatz. Eintritt frei! Aufführungen: 10.05. und 11.05.2008
3. Internationaler Museumstag am 18. Mai 2008 unter dem Motto: „Museen und gesellschaftlicher Wandel“; Zahlreiche Aktionen in den Museen im Landkreis Cham
Am Sonntag, 18. Mai 2008, ist der 31. Internationaler Museumstag. Das Ereignis, das jährlich vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen wird und auf die Vielfalt der Museumslandschaft aufmerksam macht, wird in Deutschland bundesweit seit 1999 gefeiert. „Museen und gesellschaftlicher Wandel“ lautet das diesjährige Motto des Internationalen Museumstages, der in Deutschland unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Bundesrates steht und erneut von zahlreichen Stiftungen und Verbänden der Sparkassen- Finanzgruppe unterstützt wird. Mehr als 6.500 Museen sind bundesweit aufgerufen, den ständig präsenten gesellschaftlichen Wandel ins Zentrum ihrer Aktivitäten zu stellen. Mit Sonderführungen, einem Blick hinter die Kulissen, mit Museumsfesten, langen Museumsnächten oder kostenlosem Eintritt erleben Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Aufgabenfelder von Museen in der gesamten Bundesrepublik – vom großen staatlichen Museum bis hin zum kleineren Regional- oder Heimatmuseum, vom Kunst- über das Geschichts- oder Natur- und Technikmuseum.
Museen sind Teil der Gesellschaft und wenden sich in ihrer Arbeit auch aktuellen kultur- und sozialpolitischen Aufgaben zu. Hierzu gehört etwa die Bewahrung und Vermittlung der „kulturellen Vielfalt“. Museen sind Forum der Begegnung und bieten Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen die Chance, mehr über andere, aber auch über sich selbst zu erfahren. Museen laden heute mehr denn je auch zur Mitwirkung bei Projekten und Aktionen ein, die vernetzen und Verbindungen schaffen.
4. Kräuter- und Aromagarten Mooshütte: Dufterlebnis von Heil-, Wild- und Hexenkräutern in einer weitläufigen Gartenanlage mit Ruhezonen, Kräuterlehrgarten, Skulpturen einheimischer Künstler und Panoramablick über die Berge des Bayerischen Waldes. Wenn Franz-Xaver Treml über Kräuter redet, dann gerät er förmlich ins Schwärmen. Er betreibt in Arnbruck die Raritätengärtnerei, deren Fokus auf dem Heranziehen und Verkaufen von Kräutern liegt. Treml züchtet aber nicht nur die gängigen Sorten, auch manch exotisches Pflänzchen findet man in seinen Gewächshäusern. Volker Kirchberger betreibt den Berggasthof Mooshütte in der Nähe des Kleinen Arbersees, hoch in den Bergen des Bayerischen Waldes, auf über 900 m Höhe. Er hatte eines Tages die Idee, dass man die Kräuter für die Küche selbst heranziehen könnte, um den Gästen frische Qualität zu servieren. So entstand die Idee eines Kräutergartens. „Ich dachte zunächst an was Kleines“, sagt Kirchberger. Doch nachdem er sich an Franz-Xaver Treml gewandt hatte und die beiden sich gemeinsam Gedanken über einen Kräutergarten gemacht hatten, war schnell klar, dass mehr entstehen soll. Zwei kreative Köpfe machten sich ans Werk. Der Garten wurde in Form eines Nadelbaums angelegt. Dazwischen gibt es Ruhezonen für die Besucher. Ein Gang durch den Kräutergarten wird zum wahren Duft- und Aromaerlebnis. Neue Düfte und Gerüche tun sich alle paar Meter auf. Keiner wirkt aufdringlich, alle machen neugierig. Über 120 verschiedene Kräuter hat Treml gepflanzt. Zirka 2500 Pflanzen wurden eingesetzt. Herausgekommen ist ein Kräutergarten, der weit und breit sicherlich konkurrenzlos ist. Dabei nahm Treml Rücksicht auf die Hochlagen, nicht jedes Kraut, das im Tal gedeiht, würde den Winter oben auf dem Berg überstehen. Meist griff der Experte auf alte heimische Kräuter zurück: Pflanzen, die schon die Kelten kannten, Kräuter, die die vermeintlichen Hexen im Mittelalter verwendeten. Im Kräuterladerl können Sie „alles für die Gesundheit“ kaufen: z.B. verschiedene getrocknete Kräuter, Teemischungen, Schnäpse, Duftkissen – z.B. Kirschkernkissen, Lavendelkissen, Kräuter-Schlafkissen uvm. Berggasthof Mooshütte: Zufahrt über Brennes-Arber. Große eigene Bus- und Pkw-Parkplätze.
Kräuterführungen: Unterhaltsame Kräuterführungen mit dem „Kräuterpapst“ Franz-Xaver Treml. Alles über Kräuter, deren Verwendung und Heilkraft.
Immer am Samstag, um 15 Uhr, Dauer 1 Std.: 17.05.; 07.06.; 21.06.; 05.07.; 19.07.; 02.08.; 16.08.; 06.09.; 20.09.; Führungen außerhalb der Termine für Gruppen nach Vereinbarung, Unkostenbeitrag für die Führung: 2 Euro p.P., für Gruppen 1,50 Euro p.P. Die Gartenanlage ist durchgehend geöffnet – Eintritt frei!
5. Mit dem Paddelboot auf dem Regen im Bayerischen Wald unterwegs: Hunderte von Wander- und Radwegen führen durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Der Wanderweg von dem wir heute sprechen, ist ein anderer: 107 km lang, vom Blaibacher See bis zur Mündung in die Donau in Regensburg. Bootswandern auf dem Regen, dem größten und längsten Fluss des Bayerischen Waldes, durch wildromantische Landschaft, vorbei an Burgen, Schlössern, Klöstern und reizvollen Sehenswürdigkeiten. In fünf bequemen Tagesetappen ist dies zu schaffen. Hinweisschilder machen auf kritische Punkte aufmerksam und für diese Fälle wurden Umtragestellen angelegt. Informationstafeln, welche kurz die Schönheiten der Natur und kulturellen Kostbarkeiten beschreiben, finden sich auf den Rast- und Zeltplätzen entlang der Strecke. Auch die Gaumenfreuden kommen nicht zu kurz. Zahlreiche Gasthäuser laden zum Verweilen ein.
Die Broschüre „Bootswandern“ mit Auskünften zu Biergärten, Gasthöfen und Kanuverleihbetrieben ist kostenlos bei den Tourismusbüros im Landkreis erhältlich.
7. Der Pfingstl ist unterwegs im Bayerischen Wald: „Wir ziehen daher mit Zucht und Ehr’...“, so klingt es am Pfingstsonntag in Chammünster und Waffenbrunn im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Dieser Tag ist für Einheimische und Gäste ein ganz besonderer Tag, denn da heißt es wieder „der Pfingstl ist unterwegs“. In frisches, grünes Birkenlaub oder in Stroh gehüllt, zieht der „Pfingstl“ mit seinen Knechten von Haus zu Haus und vertreibt den Winter endgültig. Seit ewigen Zeiten wird hier so der Frühling angekündigt. Bis spät abends tönt es durch die Orte „... wir müssen heut’ noch weiter zieh’n bis nächstes Jahr auf Wiedersehn“. Erleben Sie altbayerisches Brauchtum hautnah.
8. Chamer Musik Sommer 2008, jeden Samstag bis August - 10 bis 13 Uhr - auf dem Chamer Marktplatz - Eintritt frei! Programm im Mai:
03. Mai 2008 - Kolpingmusik - Konzertante Blasmusik
10. Mai 2008 - Evergreens - Evergreens + Wiener Schraml
17. Mai 2008 - ¦umavanka - Böhmische Blasmusik
24. Mai 2008 - Feierabend Musikanten - Bayerisch/Böhmische Blasmusik
31. Mai 2008 - Bayerischer Chortag – Sängerkonzerte
Veranstaltungort: Chamer Marktplatz, Veranstalter: Chamer Musik Sommer, Schützenstr. 17, 93413 Cham, Telefon: 09971/5795
9. Seminare an der Tourismusakademie im Mai 2008:
10. Naturführungen:
a. LBV-Zentrum Nößwartling
· 01.05. Familienzeit: Die Welt unserer heimischen Frösche und Kröten, 14 Uhr
· 11.05. Familienzeit: Vogelrallye, 14.00 Uhr
· 14.05. Ferienabenteuer: „Eulennacht“, 18.00 bis 22.00 Uhr
· 18.05. Familienzeit: Unterwegs mit Biber und Becherlupe, 14.00 Uhr
· 25.05. Familienzeit: Das grüne Volk – Geschichten von Bäumen und Kräutern, 14.00 Uhr
b. weitere Naturführungen
·
04.05.2008 14:00 - 15:30 BayernTour Natur im Arracher Moor: "Oh - schaurig ist's
übers Moor zu gehen!?"
Tourist-Info Arrach
Seepark
·
07./14./21./28.05., 09:30 - 11:30 Kräuterwanderungen
- Heilkräfte und Gesundes aus der Natur
Tourist-Info Arrach
·
09./15./23./29.05.2008 10:00 - 11:30 Was ist los im Arracher Moor?
Moorwanderung für die ganze Familie
Tourist-Info Arrach, Arracher Moor
·
15.05.2008 13:00 - 15:00 Zu Besuch im Zauberwald
- Eine Exkursion mit dem Förster
Tourist-Info Arrach
·
29.05.2008 21:00 - 22:30 Nacht der Vampire
- Nächtliche Fledermausexkursionen
Treffpunkt: Kirche Untertraubenbach, Anmeldung über Tourist-Info der Stadt Cham,
Tel. 09971-803494
11. Kultur-Veranstaltungstipps:
a. Neue Ausstellung im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut: Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen stellt sich vor. „Häuser - Menschen - Geschichte“
Mit einer umfangreichen und sehenswerten Foto-Ausstellung präsentiert sich das Oberpfälzer Freilandmuseum im Neukirchener Wallfahrtsmuseum. Die Ausstellung kann bis September besichtigt werden. Mit dem Urschlbauernhof im Juradorf hat es 1986 auf den Höhen über Neusath begonnen. Heute sind es mehr als 50 behutsam in die Landschaft eingebettete Gebäude, die einen Spaziergang durch die Hauslandschaften der Oberpfalz ermöglichen. Bautraditionen werden erlebbar im Stiftlanddorf, im Waldlerdorf, dem Mühlental, dem Juradorf und dem Naabtaldorf. Zu sehen ist die Vielfalt und der Reichtum alter Bauweisen: Fachwerk mit stehenden und liegenden Rauten und „Wildem Mann“, Häuser aus „Hoiz und Stoa“ aus dem Bayerischen Wald, Putzbänderhäuser, solche mit Strohdächern und mit Kalksteinplatten gedeckte aus dem Jura. Was wäre das Freilandmuseum aber ohne das Leben, das sich dort über dem Naabtal abspielt? Bei vielen Aktionstagen das Jahr über können die Besucher ländlich-bäuerliches Leben hautnah erfahren. Beispielsweise beim Rosstag mit Kaltblütern und Haflingern, bei der Ernte mit dem „Wachler“, wenn dann von der Tenne weithin die Schläge der Dreschflegel hallen und sich der helle metallische Klang des Sensendengelns daruntermischt. Kräuterbüschelbinden, Hopfenzupfen, Musikantentreffen und Trachtentag, Bulldogtreffen und Abfischen - das sind nur einige der Sonntage, wo sich allemal ein Besuch lohnt. Ein besonderes Ereignis ist auch der Kartoffeltag, wenn die „Erpfl“ noch von Hand geklaubt werden. Da kann man sich lebhaft die schmerzenden Rücken nach einem langen Arbeitstag vorstellen und den Besuchern schmecken die gedämpften Erdäpfel und die frisch ausgerührte Bauernbutter noch einmal so gut. Über all dies informiert die Fotoausstellung mit weit über 100 Bildern. Dazu erinnern sachkundige Texte an die Zeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, als Kühe und Ochsen noch den gleichen Hauseingang benützten wie die Bauersleut, es noch keinen elektrischen Strom auf den Höfen gab und kein fließendes Wasser. Im Jura wurde das kostbare Nass in trockenen Zeiten, dann, wenn die Zisternen leer waren, mit Fässern und Ochsengespann aus dem nächsten Bach geholt. Das Leben früher war hart und für die meisten auch entbehrungsreich. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Vergangenheit und ist nicht nur nostalgische Rückbesinnung. Die vielen Fotos machen Lust auf einen Besuch im Museum, einer Stätte des Schauens, Genießens und von vielen Begegnungen mit den Menschen die dort arbeiten und voller Begeisterung von alten Obst- und Kartoffelsorten erzählen, von alten Haustierrassen, vom Funktionieren des Kohlenmeilers oder vom früheren Hopfenanbau in der Oberpfalz. Und wenn man sich dann noch zu den Fotos den Duft von Misthaufen und Ziegenbock denkt, den von frischem Bauernbrot und Hollerköichln, sich die Weisen böhmischer Dudelsackbläser oder einen Zwiefachen einer Blaskapelle vorstellt, dann ist das Landleben unserer Großmütter und Großväter doch auch wieder schön gewesen.
b. Festliche Konzerte im Barocksaal Walderbach: „Abendphantasie“, Samstag, 17.5.2008, um 20 Uhr
Am Samstag, den 17. Mai 2008 gestalten Katja Stuber, Sopran, und Christian Eberl, Bariton, gemeinsam mit Sebastian Seel am Klavier einen Liederabend mit Werken von Schubert, Brahms, Debussy; Berg, Reutter und anderen Komponisten.
Katja Stuber, geboren 1981, studiert seit 2004 Gesang unter anderem bei Christian Gerhaher, Juliane Banse und Helmut Deutsch. Sie tritt solistisch auf, übernahm bereits mehrere Opernrollen und arbeitete mit den Münchner Symphonikern und dem Bach Collegium München zusammen. Im Sommer 2008 übernimmt die Sopranistin den Part der Cecchina in dem Bühnenwerk „La Cecchina“ von N. Piccini. Christian Eberl, Bariton, erhielt seine Gesangsausbildung an der Kirchenmusikschule Regensburg und der Musikhochschule München bei Wolfgang Brendel und Helmut Deutsch. Er ist erster Preiträger des Liedwettbewerbes Concorso Internazionale di Musica Vocale da Camera „Giuseppina Cobelli“ in Brescia. Sebastian Seel, geboren 1986 in Starnberg, erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit sieben Jahren. Er wurde mehrfach mit ersten Preisen bei verschiedenen Jugendwettbewerben ausgezeichnet, unter anderem bei Jugend Musiziert und dem Münchner Karl Lang - Klavierwettbewerb. Seit 2007 studiert er an der Hochschule für Musik und Theater München Klavier bei Prof. Michael Schäfer und Liedgestaltung bei Prof. Helmut Deutsch. Sebastian Seel war zweimal Stipendiat des „Junge Elite“- Programms des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und wird seit März 2007 von Live Music Now gefördert. Er machte bereits einige Studio- und Liveproduktionen für den Bayerischen Rundfunk.
c. Historische Stickereien – Ausstellung im Grenzland- und Trenckmuseum Waldmünchen bis 15. Juni 2008
Das Grenzland- und Trenckmuseum Waldmünchen präsentiert vom 26. April bis 15. Juni 2008 „ Historische Stickereien“ aus der Privatsammlung von Erika Wagner und Mitgliedern des Museumsvereins. Gezeigt werden „Heim-Textilien von anno dazumal“, die einst bürgerliche und bäuerliche Haushalte, Stuben und Kammern im bayerisch-böhmischen Grenzland, verschönerten. Frauen und Mädchen bestickten mit Geduld und Hingabe Textilien, im Schulunterricht oder als Freizeitgestaltung. An verschiedensten Stellen im Hause kamen die Zierstücke zum Einsatz: als Überhandtuch und Wandbehang, Kissenbezug und Tischdecke, Betttuch und Paradekissen, Bordüre für Geschirr- und Wäscheschrank, Wäschesack, Täschchen, Puppenkleid oder Regenschirmbehälter. Ob farbenprächtig oder in feinem Weiß bestickt, die textilen Stücke waren oft zusätzlich mit geklöppelten, gestrickten oder gehäkelten Spitzenbesätzen verziert. Seit ihrer Kindheit in Treffelstein begeistert sich Erika Wagner, Gründungsmitglied des Vereins Grenzland- und Trenckmuseum und als „Museumsmutter“ bekannte Waldmünchenerin, für Stickereien. Mit Bewunderung beobachtete sie schon als junges Mädchen die Kunstfertigkeit von Mutter und Großmutter. Eine im Elternhaus einquartiere „Flüchtlingsfrau“ machte sie mit verschiedenen Sticktechniken, auch mit der Maschinenstickerei, bekannt. Sich als junges Mädchen selbst an eine Stickarbeit setzen zu dürfen, war nicht alltäglich, sondern eine willkommene Freizeitbeschäftigung, die man sich durch Folgsamkeit erst „verdienen“ musste. Anders als Klöppelspitzen, die in diesem Teil der Oberpfalz von Frauen und Mädchen in mühevoller hausindustrieller Arbeit für den Verkauf produziert wurden, sind diese bestickten Textilien historische Zeugnisse einer mit Freude ausgeübten Feierabendarbeit.
d. „Jäger der Eiszeit“ - Eine Zeitreise in das Europa vor 12000 Jahren; Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein, 9. Mai bis 28. September 2008
Der Burg Falkenstein stehen frostige Zeiten bevor. Unter dem Titel „Jäger der Eiszeit“ entführt die diesjährige Sonderausstellung des Museums Jagd und Wild in das Europa vor etwa 12 000 Jahren. Wenn von Eiszeit die Rede ist, vermutet man, dass während der gesamten Dauer ein kaltes Klima herrschte. Diese Annahme ist falsch, denn tatsächlich gab es einen ständigen Wechsel zwischen Kalt- und Warmphasen. Viele Tier- und Pflanzenarten konnten mit den starken Klimaschwankungen nicht Schritt halten und starben aus. Das Leben der Eiszeitmenschen war von ständigem Klimawechsel und den Schwierigkeiten der Nahrungssuche geprägt. Sie waren Jäger und Sammler. Einige der Tiere, die damals unsere Landschaft durchstreiften, sind ausgestorben. Das Museum Jagd und Wild zeigt Nachbildungen von Tieren, die in der letzten Eiszeit lebten. Zu sehen sind Wrangel-Mammut und Höhlenbär. Auch das kleine Mammut-Baby „Dima“, gefunden als Mumie im Permafrostboden Sibiriens, ist als Original-Abguss zu bestaunen. Gezeigt wird auch, mit welchen Tricks die Tiere versuchten, sich auf die Gegebenheiten des Klimas einzustellen: durch massige Körper, dichteres Fell oder Anpassung der Zähne an das veränderte Nahrungsangebot. Einige Arten, die wir heute noch kennen, schafften den Wechsel. Die Ausstellung zeigt Original-Präparate von Rentier und Wolf, Schneehase, Schneeeule oder Schneehuhn.
Auch die Menschen mussten sich dem Klima anpassen. Im Winter bewohnten sie vorwiegend Hütten aus Mammutknochen und den Fellen erjagter Tiere. Eine solche Hütte können Sie in der Ausstellung bestaunen. Sie wird als das erste fest gebaute Haus in der Menschheitsgeschichte angesehen. Die Männer gingen gemeinsam auf die Jagd um Rentiere, Hirsche, Elche und Höhlenbären, aber auch Mammuts, zu erlegen. Die Frauen sammelten Pflanzen, Wurzeln, Pilze, Früchte sowie Honig und kümmerten sich um die Kinder. Eiszeitliche Kunstgegenstände und das Thema Höhlenmalerei zeigen den Mammutjäger außerdem noch von einer ganz anderen Seite. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, den 8. Mai, um 19.30 Uhr durch Theo Zellner, Landrat, Präsident des Bayerischen Landkreistages und Erster Vorsitzender des Fördervereins Museum auf Burg Falkenstein Jagd und Wild.
Gezeigt werden neben bekannten Ansichten wie Merian- und Weningstichen auch seltene Ortsdarstellungen in Öl- oder Aquarelltechnik. Hervorzuheben ist eine Auswahl an Ansichten von Pfarrorten des ehemaligen Erzdekanates Cham aus der Zeit um 1750 sowie eine Reihe reizender kleinformatiger Aquarelle aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Buchillustrationen, Federzeichnungen und grafische Arbeiten verschiedener Techniken geben ein äußerst malerisches - oft auch überzeichnetes Bild - unserer Heimatlandschaft wieder und zeigen, wie der Titel verrät, eine „... sehr lustige Landschaft“.
f. Liederbühne Robinson - Kleinkunst von Feinsten:
· 02.05.2008 20:00 Offene Bühne
· 03.05.2008 20:00 Zep: Die Münchner Band hat sich ganz dem musikalischen Vermächtnis von Led Zeppelin verschrieben. Vom einfühlsamen Slow-Blues über Akustik-Folk bis hin zum orchestralen Bombast und orgiastischen Powerrock. Da sind nicht nur gut nachgespielte Songs zu hören, sondern auch ein Hauch der Macht und der Magie zu spüren, die von den Originalen und deren Musik ausgeht.
· 09.05.2008 20:00 Ludwig Müller: Der mit dem Scharfrichterbeil und anderen Kleinkunstpreisen ausgezeichnete Kabarettist spielt virtuos mit den heimischen Dialekten. Mit seinem Jubiläums-Programm „Geehrt und gefedert – best of 10 years“ bietet er allerbeste Abendunterhaltung, die sich nicht nur reißender Pointen, sondern auch kreativer Sprachakrobatik bedient.
· 10.05.2008 20:00 Fuego Latino Bavarese: Die Salsa- und Latin-Combo hat sich in kurzer Zeit einen guten Namen erspielt und auch seit ihren jüngsten Konzerten bewiesen, dass südamerikanisches Feuer auch im Bayerischen Wald brennt. Im Programm finden sich u.a. Kompositionen von Tito Puente, Carlos Santana und Klassiker aus Buena Vista, sowie Bossa-Nova-Highlights. Wärmstens zu empfehlen.
· 23.05.2008 20:00 Sauglocknläutn: Ihr aktuelles Programm „Do lacht de Sau“ bietet bayrische Volksmusik und viel kabarettistischen Spürsinn. Wenn Bruno der Bär wieder mal mit Hilfe von illegalen Parteispenden zu legalem Gammelfleisch verwurschtet wird, wenn oa oanzigs Hendl dank der Voglgrippe gekeult wird, weils nur oa oanzigs Oa glegt hat, dann ist das natürlich ein gefundenes Fressen für die drei sympathischen Volksmusikanten.
· 24.05.2008 20:00 Sonoc de Las Tunas: Das Original aus Cuba! Gewinner des Emiliano Salvador Award Cuba 2006, dem kubanischen Grammy. Ein perfekt aufeinander eingespieltes Ensemble aus acht studierten Profimusikern, das jegliche Raffinessen der kubanischen Musik auf den Punkt einzusetzen weiß. Ihre Salsa, Merengue, Son, Cha Cha Cha, Mambo, Regeaton oder Rumba Stücke heizen mächtig ein.
· 30.05.2008 20:00 D´Raith-Schwestern und da Blaimer: Mit Steirischer, Gitarre und einem frechen Mundwerk bewaffnet erklimmen die beiden stimmgewaltigen gstandenen Weibsbilder Tanja und Susanne Raith die Bühne, fegen mit donnergewaltigen Stimmen den Staub von den Wirtshaustischen und beanspruchen die Lachmuskeln bis zur Schmerzgrenze. Ein über soviel herrschaftliche Weiblichkeit leicht eingeschüchtert wirkender Blaimer unterstützt sie dabei. Neues Programm: „Ned zum daraith`n !“
g. Jazz-Live im Schloss Miltach:
·
Freitag, 9. Mai, 20.30 Uhr: Johannes Enders Quartett
Johannes Enders
(Saxophon), Jan Eschke (Piano), Andreas Kurz (Bass), Bastian Jütte (Schlagzeug).
·
Mittwoch, 21. Mai, 20.30 Uhr: Sacred Sounds
Tom Reinbrecht
(Saxophon), Frederik Köster (Trompete), Jan Eschke (Piano), Peter Cudek (Bass),
Guido May (Schlagzeug).
i. Volksmusik:
· Sa. 12.04.08 20:00 20. Oberpfälzer Tanzabend mit der Ponholzer Klarinettenmusi - Tiefenbach Russenbräu
·
Sa.
03.05.08 20:00 Volkstanz Rettenbach Gasthaus Rettenbacher Hof
Zum Tanz spielen die
Rettenbacher Musikanten. Veranstalter ist der Obst- und Gartenbauverein
Rettenbach zusammen mit den Oberpfälzer Volksmusikfreunden.
· So. 11.05.08 20:00 Pfingst-Volkstanz mit der Dorfner Musi Michelsneukirchen Gasthaus Jäger
· Do. 22.05.08 bis So. 25.05.08 53.Seminar für Volksmusik -Volkstanz – Volkslieder singen Gleißenberg Schullandheim
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